Europa

Im Laufschritt & mit Pedalkraft: Madrid entdecken leicht gemacht

Ein Wochenende in Madrid und total neugierig auf die spanische Hauptstadt? Ich hab für dich zwei effektive Sightseeing-Touren getestet, die auch noch jede Menge köstliche Tapas rechtfertigen!

Allein die hübsch renovierten Treppenhäuser in Madrid laden schon Stufe für Stufe zum Treppensteigen ein, aber wir wollen natürlich raus und die pulsierende Metropole mit ihren herausgeputzten Altstadtvierteln erkunden, die kleinen Gassen durchlaufen, die pompösen Paläste bestaunen und ordentlich Sonne und Wärme tanken.

madrid-aussichtLos geht´s! Wir entscheiden uns für eine E-Bike Tour, um gleich zu Beginn einen Überblick und einen ersten Eindruck der einzelnen Viertel zu bekommen. Mit Guide geht es ganz sachte bei einer dreistündigen Fahrt die Hügel hoch und runter, hoch und runter. Zum Glück gibt es relativ breite Radwege, auf denen wir längs rollen, denn die Autofahrer reagieren etwas genervt auf Radfahrer.

Wir rollen vorbei an den exklusiven Geschäften im Stadtteil ‚Salamanca‘, durch die Gassen des In-Viertels ‚Malasaña‘ und durch das Literatenviertel ‚Huertas‘.

Die Tour endet am viel gepriesenen ‚Mercado de San Miguel‘, einer historischen Markthalle mit eindrucksvoller Glasfassade, in der sich die Altbaufassaden der Nachbarhäuser spiegeln. In der Halle reihen sich zahlreiche Stände aneinander, man kann alles von herzhaften Tapas, über frisches Obst, Tütchen mit Chorizo-Scheiben bis hin zum Glas Wein erstehen.

Frischer Mozzarella, luftgetrockneter ‚Jamón Ibérico‘ Schinken, würziger Käse – wir füllen unsere Teller Stand für Stand und stellen uns an einen der Stehtische zu den Einheimischen und Touristen dazu, genießen die Spezialitäten und lassen den Trubel auf uns wirken.

Nach den Tapas-Schlemmereien ist vor der nächsten Sight-Seeing-Einheit: Und das hat es dieses Mal in sich. Am frühen nächsten Tag holt mich Robert von ‚Madrid Sightrunning‘ zu einer anderthalb Stunden langen Joggingrunde ab, um die Stadt im Laufschritt zu entdecken.  Im angenehmen Tempo geht es schnurstracks durch den ‚Parque del Oeste‘ dessen Hügel mein norddeutsches Lauftalent herausfordern. Zum Glück lenkt mich mein Guide immer wieder ab, erzählt mir über das Leben und Arbeiten in Madrid. Und natürlich erklärt er mir auch jede Menge Sehenswürdigkeiten, wie den altägyptischen ‚Tempel von Debod‘, an dem wir langsam vorbei laufen.Der Bau ist ein Geschenk der ägyptischen Regierung. 1970 wurde er Block für Block nach Madrid transportiert und wiederaufgebaut. Er ist das steinerne Dankeschön für die Unterstützung Spaniens bei der Rettung und Instandhaltung jahrtausendealten Kulturguts während des Baus des Assuan-Staudammes.

Vorbei am Königspalast und hinab zum Flussufer geht es wieder die Hügel hinauf zurück zum Hotel.